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学習院大学ドイツ文学会研究論集 1-19+(1997-2015) >

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タイトル: 第一次世界大戦以前の日独間の異文化体験
その他のタイトル: Interkulturelle Beziehungen zwischen Japan und Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg
著者: 髙辻, 正久
タカツジ, マサヒサ
Takatsuji, Masahisa
誌名: 学習院大学ドイツ文学会研究論集
号: 19
開始ページ: 199
終了ページ: 226
抄録: Vor dem Ersten Weltkrieg studierten im Zuge der Modernisierung Japans viele Japaner in Deutschland. Wahrend ihres Aufenthaltes in Deutschland schrieben sie Tagebucher und Briefe. Umgekehrt reisten Deutsche in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg nach Japan, und auch sie schrieben in Japan Tagebucher und Briefe. In meinem Aufsatz betrachte ich, auf der Grundlage dieser Dokumente die interkulturellen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg, zu deren Analyse ich das Modell der Kultur von Hofstede heranziehe.Der niederlandische Sozialpsychologe Geert Hofstede, unterscheidet vier Schichten der Kultur: Symbole, Helden, Rituale und Werte. Zu den Symbolen zahlen Worte und Gesten der Menschen, aber auch ihre Kleidung und Frisur. Diese Symbole bilden die Oberflache der Kultur und die fur uns sichtbarsten Dinge. Helden sind Personen, die in dem jeweiligen Kulturkreis ein allgemeines Ansehen geniesen. Zu den Ritualen wiederum gehoren soziale und religiose Zeremonien, Begrusungsformen sowie Darstellungen von Ehrerbietungen. Die Werte sind Ideen, die von den Menschen fur gut gehalten werden.Diese Werte bilden als fur uns unsichtbare Dinge den Kern der Kultur.Vor dem Hintergrund dieses Kulturmodells werden Dokumente von Heinrich Schliemann, Erwin Balz, Torahiko Terada und Ryoichi Takatsuji untersucht. Der deutsche Archaologe Heinrich Schliemann kam auf seiner Weltreise im Jahre 1865 nach Japan und hielt sich fur einen Monat hier auf. Nach diesem Aufenthalt verfasste er eine Reisebeschreibung.Erwin Balz war ein deutscher Arzt, der 1876 Japan besuchte, um Medizin zu lehren. Er hielt sich bis 1905 in Japan auf und fuhrte ein Tagebuch wahrend dieser Zeit. Torahiko Terada war ein japanischer Physiker, der im Jahre 1909 nach Deutschland fuhr, um dort zu studieren. Wahrend seines Aufenthalts in Deutschland, der bis 1911 andauerte, schrieb er viele Briefe und nach seiner Ruckkehr verarbeitete er in seinen Essays die Eindrucke von Deutschland. Ryoichi Takatsuji war ein Versicherungsangestellter, der 1910 nach Deutschland reiste, um ebenfalls dort zu studieren, und der wahrend seines Aufenthalts bis 1913 regelmasig Tagebuch fuhrte.In den behandelten Dokumenten sind eine Vielzahl von Symbolbeschreibungen zu finden, und bei den japanischen Verfassern lassen sich viele Hinweise auf "Helden" wie Johann Wolfgang von Goethe, Otto von Bismarck, Arthur Nikisch beobachten.Im Hinblick auf die Rituale waren besonders haufig Beschreibungen uber religiose Zeremonien zu finden, und was die Charaktereigenschaften betrifft, so wurde vor allem die Hoflichkeit der Japaner und die Genauigkeit der Deutschen erwahnt.Ein Vergleich zwischen den japanischen und deutschen Verfassern zeigt, dass Japaner mehr als die Deutschen uber Sprache und Helden schrieben, was darauf zuruckzufuhren ist, dass zu dieser Zeit viele Japaner im Zuge der Modernisierung in Deutschland studierten und die deutsche Sprache lernten. Im Gegensatz dazu schrieb Balz, der als Lehrer nach Japan kam, in seinem Tagebuch wenig uber die japanische Sprache. Meine These ist, dass die damaligen Beziehungen zwischen beiden Landern stark durch die Modernisierungsbestrebungen Japans und die Weltmachtpolitik Deutschlands gepragt worden sind.
発行日: 2015-3
ISSN: 18817351
URI: http://hdl.handle.net/10959/3625
出現コレクション:学習院大学ドイツ文学会研究論集 1-19+(1997-2015)

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